Baufinanzierung: Die Mehrheit kann sich einen Online-Abschluss vorstellen.

Baufinanzierung: Die Mehrheit kann sich einen Online-Abschluss vorstellen.

24 Oktober 2018

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Meerbusch, 24. Oktober 2018

Die Wahl der Baufinanzierung ist eine wichtige Entscheidung im Leben und gilt als besonders beratungsintensive Dienstleistung. Aufgrund von Dokumentations- und Prüfpflichten ist bei Vertragsabschluss eine große Anzahl von Papierdokumenten erforderlich. Collenda, der Düsseldorfer Anbieter von digitalen Lösungen für das Kredit- und Forderungsmanagement, stellt im Rahmen einer neuen Studie fest, dass 54 Prozent der Nutzer sich bereits heute einen Online-Vertrag vorstellen können.
 
Das Softwareunternehmen Collenda befragte dafür fast 1.000 Menschen jeden Alters nach ihren Präferenzen für die Aufnahme einer Baufinanzierung. Mehr als ein Drittel der Befragten plant den Kauf einer Immobilie in den nächsten acht Jahren. Die Präferenzen der Befragten für die Form der Recherche, des Vertragsabschlusses und der Nachbereitung deuten darauf hin, dass digitale Kanäle auch bei beratungsintensiven Produkten immer wichtiger werden. Bereits heute wären 54 Prozent der Befragten bereit, einen Vertrag online abzuschließen. Vor allem Anwender wollen ihren Aufwand reduzieren (28 Prozent) oder aufgrund des mangelnden Vertrauens in Berater (21,4 Prozent) selbstständig Informationen sammeln. Nur etwa ein Viertel der Teilnehmer legt Wert auf eine persönliche Beratung, um umfassend informiert zu sein. Allerdings sind 19,1 Prozent besorgt über die Sicherheit einer Online-Transaktion.
 
Die Mehrheit von 56 Prozent möchte sich über digitale Angebote über Finanzierungsmöglichkeiten informieren. Allerdings wollen nur 18 Prozent ausschließlich digitale Informationen nutzen. Erwartungsgemäß ist die Präferenz für Online-Angebote bei jüngeren Teilnehmern stärker ausgeprägt.
 
Studienautor Christoph Tahedl, CTO bei Collenda, betont: "Wir befinden uns an einem Wendepunkt in der Branche. Während Immobilienkredite bisher als klassisches Filialgeschäft galten, gibt es auch hier Anzeichen einer Veränderung. Immer mehr Kunden können sich Online-Transaktionen vorstellen - außerdem erwarten sie eine Vielzahl von Informationen und Tools, die sie über heimische Online-Geräte in Ruhe nutzen können. Finanzinstitute sollten die Ergebnisse als Zeichen dafür betrachten, dass sie ihre eigenen Möglichkeiten für Kunden schaffen. Die dominanten Brokerage- und Vergleichsportale haben die Finanzwelt für die Nutzer transparenter und einfacher gemacht - das Kundenverhalten ändert sich rasant".
 
Die neuen Anforderungen spiegeln sich deutlich in den Zahlen wider. 86 Prozent würden digitale Angebote zur Kalkulation und zum Kreditvergleich nutzen. Darüber hinaus sind 71 Prozent der Befragten bereits bereit, ihre Daten digital zu speichern, um maßgeschneiderte Angebote zu erhalten. Rund ein Drittel würde dies jedoch nur anonym tun. Klare Präferenzen gibt es auch bei der Nachbereitung von Darlehen. Für viele Kreditnehmer ist der hohe Aufwand und der Papierkram ein Ärgernis. 75 Prozent wünschen sich, dass Vertragsunterlagen über ein Online-Portal ausgetauscht werden. 80 Prozent der Interessenten wünschen sich sogar, dass die Bank ein permanentes Online-Portal für den Kundenkontakt und die gespeicherten Dokumente einrichtet.
 
"Die Banken sind nun verpflichtet, diese Anforderungen zu erfüllen. Der Kampf um den direkten Kundenzugang wird immer schwieriger, da Plattformen an Bedeutung gewinnen. Es ist daher entscheidend, sich vom Wettbewerb durch bessere Dienstleistungen und schnellere Kreditentscheidungen bis hin zum vollständigen Online-Geschäftsabschluss abzuheben. Es besteht akuter Handlungsbedarf seitens der Institutionen hier."

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