„ABIT Recht“ auf Erfolgskurs …

 

Das Unternehmen rappelt sich schon bald wieder auf. 2001 folgt eine neue Software-Generation. „ABIT Recht“ wird inzwischen in Java programmiert und entwickelt sich zum Blockbuster. Die Münchener HVB ist Entwicklungspartner für ABIT-Recht.net. Erstmals kommen nun auch Application Server zum Einsatz, d.h.: die Software kann jetzt direkt im Browser genutzt werden. Ein Quantensprung. Bad Dürkheim ist die erste Sparkasse, die „ABIT Recht“ verwendet.

Hunderte Sparkassen migrieren 2002 von MARS auf „ABIT Recht“. Das Programm überzeugt damals mit neuen Features wie Einzelwertberichtigung und Risikovorsorge. Grundzüge der Anwendung, etwa der Antrag auf Mahnbescheid, sind auch heute noch Funktionen des Recovery-Moduls von Open Credit 4.0.

Bis heute erfolgreich ist auch ein Projekt, das 2003 angestoßen und mit inzwischen allen Mahngerichten in Deutschland umgesetzt wird. Die Internetplattform Online-Mahnantrag.de. „Ab sofort steht jedem Bürger der elektronische Mahnbescheidsantrag über das Internet zur Verfügung“, stellt damals NRW-Justizminister Wolfgang Gerhards das Projekt in Düsseldorf vor. Mithilfe einer Chipkarte wird eine digitale Signatur anstelle einer herkömmlichen Unterschrift erstellt. Per Mausklick werden die Daten verschlüsselt und zum Gericht übertragen. Das helfe nicht nur dem Recht suchenden Bürger, sondern entlaste auch die Justiz, lobt der Minister.

ABIT at nightLängst gibt es zu dieser Zeit auch Schnittmengen potentieller Kundschaft der beiden Firmen Phinware und ABIT. Einige Sparkassen nutzen zum Beispiel PhinAMV anstelle von Recht.net.

Schließlich setzen sich die Vorstände beider Unternehmen zusammen, um den einzig logischen Schritt zu tun: im September 2003 wird die Fusion beschlossen. Die Phinware passe nahezu optimal zu ABIT, wird der damalige ABIT-Chef Jürgen Baltes seinerzeit im Handelsblatt zitiert. Während zu den ABIT-Kunden Banken wie die HVB (Hypo-Vereinsbank) oder Genossenschaftsbanken gehörten, habe Phinware seinen Schwerpunkt bei Industrieunternehmen wie Eon, RWE oder bei Kommunen und öffentlichen Verwaltungen. Die Firmensparte läuft ab sofort unter dem Signet „Industrie & Dienstleister“.

Spätestens 2003 lässt die ABIT ihre schwierigste Zeit hinter sich. Mit der Nord LB gewinnt sie einen Großkunden; es folgt 2005 die BHW, die fortan ebenfalls mit „ABIT Recht“ arbeitet. Die Großprojekte sind eine Herausforderung, die Entwicklungsabteilung wächst in dieser Zeit schrittweise mit.